Infos & Wissenswertes in unserem Blog aus Dortmund

Kontakt

Unser Blog teilt mit Ihnen regelmäßig wertvolle Tipps, Wissenswertes zur Sprachentwicklung & -förderung, Neuigkeiten über unsere Praxis und unser Therapieangebot sowie interessante Artikel, die Ihnen im Alltag helfen können. Bei Fragen und Anregungen zu unseren Artikeln oder besonderen Wünschen zu Themen, über die Sie gerne mehr erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gerne direkt.

Mehrsprachige Entwicklung: Was kann ich tun, um die mehrsprachliche Entwicklung meines Kindes zu unterstützen?

Laut Statistik wachsen in Deutschland rund ein Drittel aller Kinder zweisprachig auf – und manchmal sogar mehrsprachig. Man schätzt, dass 33 % aller Kinder unter fünf Jahren einen Migrationshintergrund haben und somit eine mehrsprachige Entwicklung erleben. Das macht sie bereits im Kindesalter zu eifrigen Vermittlern zwischen Kulturen und Sprachen.

 

Welche Vorteile ergeben sich aus der Mehrsprachigkeit meines Kindes?

Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, verfügen oft über einen erstaunlich großen Wortschatz in beiden Sprachen. Sie sammeln durch die mehrsprachige Entwicklung schon früh wichtige interkulturelle Erfahrungen, die sie in ihrem Selbstbewusstsein und Verantwortungsbewusstsein stärken. Zudem konnte bei diesen Kindern eine erhöhte Flexibilität und Konzentrationsfähigkeit nachgewiesen werden. Typisch für mehrsprachige Kinder ist, dass sie im Lauf ihrer Entwicklung insbesondere beim Spracherwerb Besonderheiten in der Aussprache aufweisen und beispielsweise mehrere Sprachen im selben Satz miteinander vermischen. Diese Fähigkeit wird genutzt, um Lücken im Wortschatz einer Sprache mithilfe von Begriffen aus einer anderen zu überbrücken.

 

Wie kann ich als Elternperson die mehrsprachige Entwicklung meines Kindes unterstützen?

Wenn ihr Kind mit zwei oder mehreren Sprachen gleichzeitig aufwächst, ist es besonders wichtig, eine klare Struktur zu schaffen. Sind Sie beispielsweise Muttersprachler in einer anderen Sprache als Ihr Partner, empfiehlt es sich, dass beide Elternteile konsequent in ihrer Muttersprache mit dem Kind kommunizieren. Sprechen Sie mit Ihrem Partner in einer gemeinsamen Familiensprache (z.B. Englisch), so sollte diese ebenfalls berücksichtigt werden. In einem solchen Fall kann es helfen, eine Sprache für bestimmte Situationen festzulegen, z.B. Englisch zuhause und Deutsch auf dem Spielplatz. Je früher Ihr Kind mit den verschiedenen Sprachen in Kontakt kommt, desto leichter gestaltet sich der Spracherwerb und die mehrsprachige Entwicklung.

 

Wie muss bei einer Sprachentwicklungsstörung vorgegangen werden?

Normalerweise gelingt der mehrsprachige Spracherwerb Ihres Kindes problemlos. In einigen Fällen können jedoch Sprachentwicklungsstörungen vorkommen. In einem solchen Fall sind wir gerne für Sie und Ihr Kind da. Wir klären ob, es sich tatsächlich um eine Sprachentwicklungsstörung handelt oder ob der Erwerb der Zweitsprache einfach noch etwas Zeit braucht. Dazu laden wir Sie gerne zu einem persönlichen Beratungsgespräch ein, bei dem wir Sie zum Spracherwerb Ihres Kindes befragen.

 

Fazit: Sie können Ihr Kind am besten unterstützen, indem Sie es so oft wie möglich den zu erwerbenden Sprachen aussetzen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind konsequent in Ihrer Muttersprache – so gelingt der Spracherwerb schnell und unkompliziert!

„Hilfe, mein Kind stottert!“ – Therapiemöglichkeiten und Beratung

Man schätzt, dass etwa 5 % aller Kinder im Laufe ihrer Sprachentwicklung zu stottern beginnen. Weshalb Stottern im Kindesalter genau auftritt, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Manchmal tritt es plötzlich, manchmal aber auch schleichend auf. Zudem wechseln sich Phasen mit starken Symptomen mit Phasen schwacher Symptomatik ab.

 

Was genau versteht man eigentlich unter Stottern?

Stottern zeichnet sich durch einen plötzlichen Kontrollverlust während des Sprechen saus. Silben und Laute werden unkontrollierbar wiederholt oder gedehnt. Manchmal entstehen auch Blockaden beim Sprechen, die nicht hörbar sind. Für Kinder ist Stottern sehr frustrierend: Sie wissen zwar, was sie sagen wollen, können sich jedoch nicht ausdrücken, weil sie die Kontrolle über das Sprechen verlieren. Als Reaktion auf diesen Frust kann es dazu kommen, dass das Kind die Augen verdreht, aufstampft, zu flüstern beginnt oder bestimmte Wörter austauscht. Durch das Stottern kann sich Scham und Angst entwickeln, was oft zu einer Sprechhemmung führt.

 

Zahlen und Fakten zum Stottern im Kindesalter

Stottern im Kindesalter kann bereits ab dem zweiten Lebensjahr beginnen. Normalerweise zeigen sich die ersten Symptome bei Kindern vor dem Schuleintritt. Grundsätzlich ist Stottern kein Grund zur Sorge: Bei 60-80 % aller Kinder verliert sich das Stottern wieder von selbst. Allerdings ist es schwierig, vorherzusagen, bei welchen Kindern sich das Stottern zurückbilden wird. Eine Rückbildung nach der Pubertät kommt so gut wie nie vor. Etwa 1 % der Bevölkerung stottert auch im Erwachsenenalter.

 

Wie kann ich am besten mit einem stotternden Kind umgehen?

Viele Eltern sind mit dem Stottern Ihres Kindes überfordert. Dabei ist es wichtig, Ihr Kind so normal wie möglich zu behandeln. Lassen Sie Ihr Kind ausreden und hören Sie ihm aufrichtig zu, ohne sich auf das Stottern zu konzentrieren. Geben sie keine gut gemeinten Ratschläge wie „Versuche es noch einmal“ – diese verunsichern das Kind bloß und erhöhen die Hemmung, zu sprechen.

 

Was tun, wenn mein Kind plötzlich stottert?

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind stottert, wenden Sie sich am besten an uns oder Ihren Kinderarzt. Wir beraten Sie gerne zum Thema Stottern und schätzen ein, ob das Stottern Ihres Kindes eine Therapie benötigt oder nicht. In einem solchen Falle kann der Kinderarzt eine Überweisung ausstellen. Wir bieten verschiedene bewährte Therapiemöglichkeiten an, die Ihrem Kind zu einer flüssigen Sprechweise verhelfen.

Sprechen mit der Gesichtsmaske: Unsere Tipps & Tricks

Die Pandemie hat unseren Alltag in vielen Bereichen verändert. Mit dem Maskentragen treten neue, ungeahnte Herausforderungen in der Kommunikation mit anderen Menschen auf. Viele Menschen, die in Sprechberufen arbeiten, berichten davon, dass es Ihnen das Sprechen mit der Gesichtsmaske schwer fällt. Was können Sie dagegen tun? Wir haben ein paar nützliche Tipps und Tricks für Sie zusammengefasst.

 

Was macht das Sprechen mit der Gesichtsmaske so anstrengend?

Trägt man die Maske den ganzen Tag, dann wirkt sich das auch auf die Stimme aus. Heiserkeit, Halsschmerzen, Brennen oder ein Kribbeln im Hals sind die typischen Symptome einer „Maskenstimme“. Das Sprechen fühlt sich anstrengender an als sonst. Grund dafür ist, dass die Maske unsere Resonanz einschränkt und die Artikulation hemmt. Zudem entsteht mit der Maske ein Atemwiderstand, der wiederum das Zwerchfell stark einschränkt. Weitere Sprachbarrieren entstehen mit dem Einhalten des Mindestabstandes oder Glasscheiben – hier ist der erste Instinkt, lauter zu sprechen, was allerdings eine höhere Belastung für die Stimmlippen bedeutet.

 

Wie Sie Ihre Stimme trotz Maske fithalten können

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie sich um Ihre „Maskenstimme“ kümmern können, damit das Sprechen mit der Gesichtsmaske leichter fällt. Wichtig ist, dass Sie viel trinken – 2-3 Liter Wasser oder Tee helfen dabei, die Stimmbänder zu entspannen. Weiter sollten Sie beim Sprechen auf eine aufrechte Haltung achten sowie deutlich und langsam sprechen. Um zu lautes Sprechen zu vermeiden, können Sie Mimik und Gesten einsetzen. Vergessen Sie nicht, ab und an auch Pausen zu machen.

 
Stimmübungen zur Entlastung

Wenn Sie mit Ihrer Stimme arbeiten, empfiehlt es sich, diese von Zeit zu Zeit mit verschiedenen Übungen zu entlasten. Beginnen Sie mit einer einfachen Atemübung, bei der Sie Ihre Hände auf verschiedene Körperstellen legen. Wo spüren Sie die Atmung? Können Sie in die Körperstellen „hineinatmen“?

Trainieren Sie Ihr Zwerchfell mit den Lautverbindungen „ksch“, „kscht“, „kst“ und „ft“. Oder lassen Sie Ihre Lippen flattern und variieren Sie die Tonlage. Um Ihre Artikulation zu trainieren, können Sie beispielsweise einen Korken zwischen die Zähne pressen und einen Text vorlesen. Nehmen Sie den Korken hinaus. Wie hat sich Ihre Aussprache verändert?

 

Fazit: Tun Sie Ihrer Stimme etwas Gutes und achten Sie darauf, viel zu trinken und regelmäßige Pausen einzulegen. Unsere Stimmübungen helfen dabei, Ihre Stimme zu entspannen und Ihre Artikulation nach langem Maskentragen zu fördern – so gelingt das Sprechen mit Gesichtsmaske im Handumdrehen!