„Hilfe, mein Kind stottert!“ – Therapiemöglichkeiten und Beratung

Man schätzt, dass etwa 5 % aller Kinder im Laufe ihrer Sprachentwicklung zu stottern beginnen. Weshalb Stottern im Kindesalter genau auftritt, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Manchmal tritt es plötzlich, manchmal aber auch schleichend auf. Zudem wechseln sich Phasen mit starken Symptomen mit Phasen schwacher Symptomatik ab.

Was genau versteht man eigentlich unter Stottern?

Stottern zeichnet sich durch einen plötzlichen Kontrollverlust während des Sprechen saus. Silben und Laute werden unkontrollierbar wiederholt oder gedehnt. Manchmal entstehen auch Blockaden beim Sprechen, die nicht hörbar sind. Für Kinder ist Stottern sehr frustrierend: Sie wissen zwar, was sie sagen wollen, können sich jedoch nicht ausdrücken, weil sie die Kontrolle über das Sprechen verlieren. Als Reaktion auf diesen Frust kann es dazu kommen, dass das Kind die Augen verdreht, aufstampft, zu flüstern beginnt oder bestimmte Wörter austauscht. Durch das Stottern kann sich Scham und Angst entwickeln, was oft zu einer Sprechhemmung führt.

 

Zahlen und Fakten zum Stottern im Kindesalter

Stottern im Kindesalter kann bereits ab dem zweiten Lebensjahr beginnen. Normalerweise zeigen sich die ersten Symptome bei Kindern vor dem Schuleintritt. Grundsätzlich ist Stottern kein Grund zur Sorge: Bei 60-80 % aller Kinder verliert sich das Stottern wieder von selbst. Allerdings ist es schwierig, vorherzusagen, bei welchen Kindern sich das Stottern zurückbilden wird. Eine Rückbildung nach der Pubertät kommt so gut wie nie vor. Etwa 1 % der Bevölkerung stottert auch im Erwachsenenalter.

 

Wie kann ich am besten mit einem stotternden Kind umgehen?

Viele Eltern sind mit dem Stottern Ihres Kindes überfordert. Dabei ist es wichtig, Ihr Kind so normal wie möglich zu behandeln. Lassen Sie Ihr Kind ausreden und hören Sie ihm aufrichtig zu, ohne sich auf das Stottern zu konzentrieren. Geben sie keine gut gemeinten Ratschläge wie „Versuche es noch einmal“ – diese verunsichern das Kind bloß und erhöhen die Hemmung, zu sprechen.

 

Was tun, wenn mein Kind plötzlich stottert?

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind stottert, wenden Sie sich am besten an uns oder Ihren Kinderarzt. Wir beraten Sie gerne zum Thema Stottern und schätzen ein, ob das Stottern Ihres Kindes eine Therapie benötigt oder nicht. In einem solchen Falle kann der Kinderarzt eine Überweisung ausstellen. Wir bieten verschiedene bewährte Therapiemöglichkeiten an, die Ihrem Kind zu einer flüssigen Sprechweise verhelfen.

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